Belize / Mexiko

Es regnete in Strömen, als wir die Grenze zu Belize mit den grossen Rucksäcken überquerten. Mit Taxis, die sich als private Autos tarnten, wurden wir zu unserer Eco Lodge ´Trekstop´ chauffiert. Leider sah die einfache Unterkunft so trist aus wie das Wetter. Verschlammte Wege, ein ungemütlicher Aufenthaltsraum und nicht gerade einladende Zimmer. Und ausgerechnet hier gab es kein schönes Dörfchen in der Nähe, wo man sich hätte verweilen können. Das war vorallem für Karin ein Ärgernis , wollte sie doch den kommenden Tag nicht unter der Erde in den Crystal-Höhlen verbringen.

DSC07862

Christian hatte sich aber für dieses Abenteuer entschieden, das als eines der Highlights unserer Tour angepriesen wurde. Nebst der aussergewöhnlichen Unterwelt, vesprach die Tour auch Kletterei, Rutschpartien auf dem Hintern und kriechen im Schlamm….. ( das muss man doch gemacht haben ;-) )

DSC07851

Nach einer Stunde Marsch durch matschigen Regenwald, kamen wir beim Einstieg an. Für die nächsten sechs Stunden verschwand einer nach dem anderen im dunklen Nichts, wo wir mit Hilfe zweier einheimischer Guides in eine ganz andere Welt eintauchten.

DSC07906

Im Schein der Stirnlampe erschien alles wie in einer Märchenwelt. Die folgenden Bilder scheinen nur dank dem Blitzlicht so hell. In Wirklichkeit war es ´stockdunkel´, wenn alle ihre Lampe löschten. So eine vollkommene Dunkelheit habe ich noch nie erlebt und hat mich stark beeindruckt.

DSC07871

DSC07925

DSC07882

Das Höhlensystem diente früher den Mayas als Ritualstätte und es wurden einige Stücke aus dieser Zeit gut erhalten gefunden.

DSC07927

Nicht immer war der Durchgang aufrecht gehend zu meistern. Weil Andres, unser Tourguide, fast alle von unserer Gruppe zur Höhlenexpedition überreden konnte, kamen wir nur langsam voran. Für gewisse Passagen konnten sich einige nur dank gutem Zureden und nach minuterlanger Anstrengung überwinden. Wir waren viel länger unterwegs als geplant. Als die letzten Ersatzbatterien zur Neige gingen und wir noch ein gutes Stück vom Ausgang entfernt waren, wurden unsere Führer ziemlich nervös. Das gute Zureden wurde zu unmissverständlichen Befehlen.  Zu zweit oder zu dritt taten wir uns zusammen, um abwechslungsweise die Lampen zu benutzen. Schliesslich sahen wir Licht am Ende des Dunkels.

DSC07857

Ich war begeistert von diesem Tag und habe Appetit auf mehr bekommen. Ob ähnliches wohl auch in der Schweiz zu machen ist?

DSC07933

Mit Bus und Boot gelangten wir in eine völlig andere Welt. Willkommen in ´Caye Caulker´riefen uns die Rastafaris zu, als wir über den Steg die Karibik von Belize betraten .

DSC07971

DSC07964

DSC07997

Und tatsächlich, die Reggae-Musik in den Strassen und das entspannte Ambiente erinnerte uns an Bilder, die man sonst von Jamaika her kennt. Die nächsten drei Tage war relaxen am Strand und schnorcheln am nahe gelegenen Korallennriff angesagt.

DSC07934

Unsere Unterkunft ´Tropical Paradise´ war wirklich ein Paradies. Da störte es auch nicht, dass die Aussicht aufs Meer von einem Friedhof umrahmt war.

DSC07939

Vor der Inselgruppen rund um Caye Caulker erstreckt sich das zweitgrösste Riff der Erde (nach dem Great Barrian Reef Australiens).

Natürlich wollten wir uns einen Schnorchelausflug nicht entgehen lassen.

DSC07997

Der Anbieter war chaotisch unorganisiert nach karibikart und hatte uns von der Morgentour einfach gestrichen, als wir pünktlich auftauchten. Dafür war unsere Schnorchelausrüstung fein säuberlich angeschrieben, damit Christian sicherlich nicht Karins Flossen klauen konnte;-)

 

DSC07978

Es ist immer wieder ein Vergnügen die Unterwasserwelt zu bestaunen und neue Kreaturen zu entdecken….

DSC07984

Nebst Rochen und kleinen harmlosen Haien (leider durch Fleischstücke angelockt), sahen wir einen Zitteraal, metergrosse Fische und unzählige farbige, neonleuchtende Fische im Hol Chan Marine Reserve. Leider war der Ausflug viel zu kurz.

DSC07955

Die Sandstrassen von Caye Caulker sind gesäumt von Restaurants und Bars und somit der perfekte Ort um Silvester zu feiern. Nach einem reichhaltigen Barbecue inklusive dem typischen Rumkuchen-Dessert feierten wir mit vielen anderen (und mit Rum :-) ) am Meer. Um Mitternacht erhellte das Feuerwerk den Himmel. Ein schöner und spezieller Silvester, an welchem selbst Karin für einmal nicht frieren musste. Nach Mitternacht ging es dann mit Ann-Kathrin und Carmen aus Deutschland und Christopher aus England weiter in die Reaggae-Bar.

DSC07994

DSC07989

Auch mit ¨Prominenten¨ haben wir auf das neue Jahr angestossen.

Am 1. Januar konnten wir nochmals ausspannen auf der kleinen Karibikinsel, bevor uns am nächsten Tag eine Monsterreise von über 14 Stunden mit Boot und lokalen Bussen nach Mexiko bevorstand.

DSC08006

Verpflegung im Bus? Kein Problem, immer wieder mal verkaufen Einheimische ihre selbst zubereiteten Speissen. Hier geniesst Christian Tamales: Mais mit Gemüse und Fleisch, welche in ein Blatt eingewickelt und so gekocht wird.

Spät am Abend erreichten wir unsere letzte Station in Mittelamerika. Playa del Carmen, ein moderner Badeort der unsere Mexikovorstellung nicht erfüllte. Da alle Hotelbetten besetzt waren, wimmelte es nur so von Amerikanern und Europäern.

DSC08028

 

DSC08009

Das schöne Wetter täuscht. In den drei Tagen, konnten wir nur wenig Sonne tanken. Meistens schüttete es in Strömen und Karin holte sich nebst einer hartnäckigen Erkältung auch noch Magenprobleme. Der Spassfaktor hielt sich dementsprechend in Grenzen.

DSC08043

Playa del Carmen werden wir nicht vermissen. Viel mehr vermissen wir die tolle Truppe, mit welcher wir die letzten 16 Tage verbracht haben. Es war eine gute Mischung von Leuten. Wir hatten viel Spass und spannende Gespräche. Vor allem mit den immer gut gelaunten Carmen und Ann Kathrin haben wir uns gut verstanden und hatten viel Spass. So nahmen wir bei einem gemeinsamen Abendessen etwas wehmütig Abschied.

DSC08013

Unsere internationale Gruppe mit welcher wir von Guatemala nach Mexico gereist sind:

DSC08011

 

DSC08029

Nun sind wir also wieder zu zweit unterwegs. Bevor es zum Flughafenhotel nach Cancun ging, genossen wir nochmals das feine lokale Essen, Empanadas gefüllt mit Hühnchen und Käse, dazu einen Liter frischen Fruchtsaft.

Und dann begann die lange Reise nach Fiji, wo wir uns erholen (ja, auch reisen kann anstrengend sein!) und hoffentlich endlich Sonne tanken können….

 

Hinterlasse eine Antwort