Weihnachten und Maya Ruinen im Dschungel

Bunte Märkte und Vulkane waren gestern. Heute verlassen wir Antigua und fahren quer durchs Land bis in den Osten. Da die Chicken Busse über die Weihnachtsfeiertage nicht regelmässig fahren, organisiert der Tourveranstalter einen privaten Transport für unsere Gruppe. So lässt es sich natürlich angenehm reisen und da an Weihnachten praktisch keinen Verkehr hat, kommen wir schnell voran. Der Blick aus dem Fenster auf die sich verändernde Landschaft ist spannend: Zuerst fahren wir durch die Vororte von Guatemala City – hier sind moderne Fastfoodketten neben ärmlichen Häusern zu finden – dann durch hüglige Landschaft bis es immer flacher und die Vegetation immer reicher wird. Nach einem Bad in natürlichen heissen Quellen geht es in ein paar Minuten per Boot zu unserer Unterkunft.

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Reisen ist spannend, aufregend, manchmal anstrengend, aber immer geprägt von schönen Eindrücken. Und auch wenn wir das Reiseleben lieben, so wünschen wir uns manchmal, nur für eine kurze Zeit, zu Hause zu sein. Und Weihnachten ist so ein Tag, der nur mit den Liebsten zu Hause richtig schön ist!

Wir sind also ganz froh, dass wir über Weihnachten mit einer Gruppe unterwegs sind und sind bereit für ein völlig anderes Weihnachten in diesem Jahr mit warmen Temperaturen, Barbeque und einer Piñata.

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Unser Chef fürs Barbeque ist Josh aus unserer Reisegruppe. Er ist auch im richtigen Leben Koch und so geniessen wir ein feines Znacht.

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Karin bei der Piñata (will bedeuten: mit verbundenen Augen versuchen einen Weihnachtsmann gefüllt mit Süssigkeiten 1. zu treffen und 2. so zu treffen, dass die Süssigkeiten rausfallen).

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Die Weihnachtsparty ist in vollem Gang :-)

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Wir erleben zwar kein für uns typisches Weihnachten, doch geniessen einen sehr lustigen und geselligen Abend mit unseren Mitreisenden.

Nach ein paar Stunden Schlaf müssen wir dann am nächsten Tag um 5 Uhr schon wieder aus den Federn, denn wir haben uns für eine Kayak-Tour angemeldet. Wir wollen mit einem Guide ins Gebiet der Brüllaffen, welche am Morgen am aktivsten sind, paddeln.

Schon als wir in der Dunkelheit lospaddeln, können wir das Brüllen der Affen hören.

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Auf kleinen Wasserwegen paddeln wir weiter in den Dschungel.  Über uns turnen die Affen in den Bäumen, ab und zu fliegt ein aufgeschreckter Vogel weg. Alles ist ganz ruhig und friedlich – ein schöner Start in den Tag.

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Zurück in der Unterkunft gehen wir allerdings schnurstracks wieder zurück ins Bett, um noch eine Mütze voll Schlaf zu nehmen. Naja, vielleicht hätten wir gestern doch nicht so lange aufbleiben und Poker spielen sollen ;-)

Nach einer kurzen Boot und einer längeren Busfahrt treffen wir am nächsten Tag in Flores ein.

Flores – das ist ein kleines, schmuckes Örtchen auf einer Insel, welche mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist.

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Schöner Ausblick direkt auf den See von unserem Zimmer aus.

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Wir decken uns in der einzigen Bäckerei des Ortes mit süssem Brot bzw. ihrer Spezialität (süesses Brot mit Fondue Käse drin) ein und schauen dann den Kindern und Jugendlichen auf dem Hauptplatz beim Volleyball spielen zu.

Zu Karins grosser Freude gibt es auch in Flores zahlreiche farbige Stände und Geschäfte. Hat sie doch bis jetzt noch praktisch nichts eingekauft und wollte unbedingt noch ein ganz spezielles Guatemala Souvenir. Nach einigem feilschen hatten wir es dann :-)

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Ein Teil der Strasse rund um Flores steht bereits unter Wasser. Auch am Atitlansee, wo wir bei der Maya-Gastfamilie übernachteten, standen die Häuser entlang des Ufers alle unter Wasser. Gemäss den Einheimischen regnet es unüblich viel, und dies obwohl die Regenzeit Ende November vorbei sein sollte. Wie wir von den Einheimischen erfahren haben, wechselt das Wetter ca. alle 40 Jahre und nun sei es wieder so weit. Wenn der Wasserspiegel noch mehr ansteigt, dürften auch in Flores einige Menschen ihre Häuser verlassen müssen.

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Mitten im Dschungel erheben sich majestätische Tempel, deren Spitzen aus den Baumwipfeln ragen – das sind die Maya Ruinen von Tikal. Zusammen mit einem einheimischen Guide wandern wir durch diese Wunderwelt aus einer anderen Zeit.

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Da Tikal eine der bekanntesten Maya Stätte ist, fahren wir bereits um 5 Uhr in der früh los, um die Touristenmasse zu vermeiden. Und tatsächlich können wir ohne Touristenströme in die Welt der Mayas eintauchen.

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Als wir Tikal verlassen, strömen uns Touristenmassen entgegen, welche die bekannten Tempel besuchen wollen. Unser Bus schlägt nun den Weg in Richtung Grenze ein. Die nächsten Tage werden wir in Belize verbringen.

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