Sri Lanka – eine Trauminsel?
Sri Lanka – die vielseitige Insel in Form einer Perle, aus welcher Träume gemacht sind. Oder? Selbst als wir bereits zu unserer Weltreise aufgebrochen waren, hatten wir keine Ahnung welche Länder wir in Asien bereisen würden und dies obwohl wir um die 9 Monate auf diesem Kontinent verbringen wollten. Doch etwas war von Anfang an klar, Sri Lanka sollte unser letztes Reiseziel auf dieser Weltreise sein. Karin träumte schon lange von dieser Insel mit langen Traumstränden, Elefanten und Teeplantagen – von dieser Begeisterung war in der Zwischenzeit auch Christian angesteckt worden.
Immer wieder mal eine Überraschung beim Fliegen.
Doch zuerst mussten wir erst mal auf die Insel gelangen. Geplant war von Phnom Penh in Kambodscha via Singapur nach Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas, zu fliegen. Doch Tigerair (die wohl schlechteste Airline der Welt…) entschied sich 2 Wochen vor dem Abflug spontan die Abflugzeit in Kambodscha vom Morgen auf den späten Nachmittag zu verlegen. An unseren Anschlussflug von Singapur nach Sri Lanka am selben Tag war daher nicht mehr zu denken. So verbrachten wir nochmals eine Nacht in Singapur. Hatten wir in Kambodscha zur Hälfte des Preises noch ein fantastisches Hotelzimmer mit Frühstücksbuffet bekommen, so gab es in Singapur nur noch ein Zimmer in der Grösse und Ausstattung einer Gefängniszelle mit einem überfluteten Gemeindschaftsbadezimmer, in welchem das Geschäft der Vorgänger aus der Toilette quoll. Ja, die Übernachtungen beim Reisen entsprechen nicht immer den schönen Bildern, welche wir teilweise auf den Blog hochladen… Am nächsten Tag flüchteten wir vor der drohenden Überschwemmung aus dem Badezimmer und den Betrunkenen in den Gängen, welche es nicht mehr ins Zimmer geschafft hatten, auf den Flughafen und erhielten dort sogleich einen Vorgeschmack auf die Mentalität der Einwohner Sri Lankas. Sie hätten zwei Buchungen auf unseren Namen, für den Flug um 15 Uhr und für jenen um 18 Uhr, doch das Ticket hätten sie nun für den späteren Flug ausgestellt, erklärte die Dame am Check-in. Wir jedoch hatten nur eine Bestätigung für den früheren Flug und diesen auch bezahlt. Das musste natürlich mit den übrigen Mitarbeitern von Sri Lanka Airlines, welche bis jetzt hinter dem Check-in Schalter gelangweilt die Haare gekämmt, die Fingernägel lackiert oder SMS geschrieben hatten, besprochen werden. Wir sind ja inzwischen Vielflieger und somit kann uns bei der Fliegerei wenig aus der Ruhe bringen, doch als bereits Boarding Zeit war und die Mitarbeiter immer noch keine Lösung gefunden hatten, wurden sogar wir langsam etwas nervös. Schlussendlich stellten sie uns das Ticket für den frühen Flug aus und wir spurteten – einmal mehr – zum Flugzeug, welches wir gerade noch erreichten. Immerhin hatte man uns super Plätze zuvorderst mit viel Beinfreiheit gebucht. Bei den Billigairlines, mit welchen wir normalerweise fliegen, bekommt man nicht einmal ein Glas Wasser umsonst. Umso mehr genossen wir den raren Luxus eines gekochten Znachts und eines vielseitigen Filmangebots beim Flug mit Sri Lankan Airlines.
Erste Tage in Colombo
Die ersten paar Tage verbrachten wir in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka. Hier spürt man den Aufschwung. Nach dem jahrzentelangen Krieg, welcher das Land beherrschte, ist der Blick jetzt in die Zukunft gerichtet. Die Touristen kommen nun wieder, Investoren zieht es ins Land und so wird gebaut was das Zeug hält, moderne Shoppingzentren, edle Hotels, gepflasterte Trottoirs. Zwar herrscht in den Strassen ein Verkehrschaos von Tuktuks, Fussgängern und Lastwagen wie in den anderen Städten Asiens, doch im Vergleich zum Beispiel zu Kambodscha ist Sri Lanka entwickelter. Uns ist aber auch die extrem hohe Militär- und Polizeipräsenz in der Stadt aufgefallen. Überall stehen Wachtürme, von welchen die Strasse überwacht wird.
Waren wir am Sonntag noch durch die praktisch menschenleeren Strassen spaziert, so herrschte am Montag ein buntes Verkehrschaos. So zog es uns ans Meer wo wir zusammen mit den Einheimischen frische Ananas mit Chili genossen während wir den Sonnenuntergang beobachteten.
Mit dem Zug unterwegs
Juhui, mal wieder ein Land mit einer Eisenbahn! Wir lassen keine Gelegenheit aus, um den Zug als Fortbewegungsmittel zu nutzen, umso besser also, dass Sri Lanka über mehrere Zugstrecken verfügt.
Im Laufe unserer Sri Lanka Reise haben wir uns mit vielen, vielen Einheimischen in die stets vollgestopfte 3. Klasse gequetscht,
sind in der etwas weniger vollgestopften (übersetzt in Schweizer Standards: Extrem voll, kann man einem Passagier nicht zumuten
) 2. Klasse gefahren und haben auch die klimatisierte 1. Klasse kennengelernt. Übrigens, die fliegenden Verkäufer bei welchen man leckeres Reis & Curry (DIE Spezialität von Sri Lanka) für CHF 1, frische Früchte, gekühlte Getränke, Joghurts, gefülltes Fladenbrot, süsses Gebäck etc. kaufen kann, gibt es in jeder Klasse.
Aber die besten Plätze sind sowieso jene auf dem Trittbrett zusammen mit den Einheimischen und wo man sich den Fahrtwind um die Ohren sausen lassen kann.
Zugegebenermassen brauchte das für uns als Schweizer, welche mit den Verboten ¨Nicht aus dem Fenster lehnen¨ aufgewachsen sind, zuerst etwas Überwindung, ganz im Gegensatz zu den Einheimischen.
Übrigens, wenn es selbst für die Einheimischen zu voll ist im Zug, dann haben sie ihr ganz eigenes Rezept. Ob man mit dem Ding auch bremsen kann?
¨Your tea, madam¨ – wie in der Kolonialzeit in Kandy
Zunächst einmal ging es in der komfortablen und klimatisierten ersten Klasse vom heissen und stickigen Colombo mitten durch üppige Vegetation und vorbei an Reisfeldern ins Städtchen Kandy.
In Kandy, 500 Meter über Meer, in den Hügeln im Landesinnern von Sri Lanka gelegen, ist das Klima angenehm und etwas kühler als in Colombo. Wir hatten eigentlich ein kleines, schmuckes Städtchen erwartet, doch Kandy entpuppte sich als grösserer Ort mit von Verkehr verstopften Strassen, doch wenig Charme.
Umso mehr Charme hatte dafür unser Bed and Breakfast hoch über dem See von Kandy gelegen. Eine riesige Villa mit nur drei Zimmern und sehr aufmerksamen Gastgebern.
Am Morgen wenn uns der extrem höfliche Hausdiener den Tee auf einem silbernen Tablett brachte und diesen mit einem ¨Your tea, madam¨ vor Karin hinstellte, fühlten wir uns fast wie in die Kolonialzeit zurückversetzt. Am grossen Tisch verspeisten wir das typisch englische Frühstück mit Würstchen und Ei während wir die Aussicht aus dem Fenster auf den See genossen.
Wir erlebten ein paar gemütliche Tage in Kandy, spazierten um den See, machten uns mit der scharfen Küche Sri Lankas bekannt
und lernten die riesigen Echsen kennen, welche hier im See dümpeln oder über den Weg spazieren. An allerlei Insekten und Geckos im Zimmer haben wir uns inzwischen gewöhnt, doch diese grossen Echsen, möchten wir nun doch nicht gerade im Bad haben…. 
Wann fährt der nächste Zug? Hier gibt es keinen Online-Fahrplan dafür eine übersichtliche Tafel mit den theoretischen Abfahrtszeiten. Die häufigen Verspätungen von mehreren Stunden sind dabei natürlich nicht aufgeführt.
Beim Ticketkauf gilt es dann einmal mehr alle schweizerischen Eigenschaften über Bord zu werfen und es wie die Einheimischen zu machen – denn sonst kommt man nie zu einem Ticket. Sprich, man ¨übersieht¨ die lange Schlang vor dem Ticketschalter, drängelt sich zuvorderst in die Reihe rein, streckt frech den Kopf vor die Scheibe des Fahrkartenschalters und ruft seine Bestellung hinein. Wer nun meint, die Meute hinter uns würde vor Empörung laut schreien, der irrt. Bei den ungeduldigen Einheimischen ist dies ein völlig normales und toleriertes Verhalten. Lediglich die paar Touristen, welche in der Schlange stehen und das Konzept noch nicht durchblickt haben, murren.
Die Kunst des Ceylon Tees
Im hügligen Landesinnern von Sri Lanka gibt es nur ein Thema: Tee! Von hier kommt der bekannte Ceylon Tee, hier begann das Tee-Imperium von Herr Lipton (ja genau, dem Gründer des Lipton Tees) und sogar das britische Königshaus gehört zu den Käufern des handgerollten Tees.
Die Engländer brachten den Tee nach Sri Lanka und bauten hier zur Kolonialzeit ihre Plantagen auf, das Klima und die Topografie sind perfekt für den Anbau von Tee. Für die Bewirtschaftung der Plantagen holten sie damals Tamilen aus Südindien, da sich die singhalesischen Bewohner der Gegend weigerten auf den Plantagen zu schuften. Noch heute arbeiten und leben, meist in sehr ärmlichen Verhältnissen, vorwiegend Tamilen auf den Plantagen, wohingegen die Besitzer der Restaurants, Geschäfte und Unterkünfte Singhalesen sind.
Die Engländer verkauften den Tee zur Kolonialzeit natürlich im Heimatland, heute ist jedoch der Nahe Osten der grösste Käufer des Tees aus Sri Lanka.
Wir freuten uns auf den Aufenthalt im Landesinnern, wo wir an verschiedenen Orten übernachten, durch die Tee Plantagen wandern und natürlich Tee trinken wollten
. Zuerst wollten wir im nicht so bekannten Dorf Haputale den Sri Lankischen Alltag geniessen, dann die Höhepunkte des viel gerühmten Dorfes Ella erleben (wir fanden es leider viel zu touristisch) und schlussendlich noch auf einer ganz speziellen Teefarm Halt machen.
Schon die Zugfahrt von Kandy ins Landesinnere war spektakulär: Grüne Hügel voller Teepflanzen und mittendrin die Teepflückerinnen mit ihren bunten Gewändern, kleine Dörfer mit farbigen Häusern entlang des Gleises, Affen turnten in den Bäumen neben dem Zug umher und immer mehr Menschen, die neben dem Zug herliefen und im letzten Moment aufs Trittbrett sprangen.
Im Landesinnern unternahmen wir dann wunderschöne Wanderungen durch die Teeplantagen, ¨unterhielten¨ uns mit Händen und Füssen mit den stets freundlichen und lächelnden tamilischen Arbeitern auf den Plantagen und besuchten ihre kleinen Dörfer mit den einfachen, jedoch bunten Häusern.
Ein ganz normaler Weg ist das Bahngleis hier in Sri Lanka. Vom Kind auf dem Weg zur Schule, über Bauern bis zu alten Grosis mit Krückstock nutzen hier alle Einheimischen das Bahngleis als Strasse. Und wir taten es ihnen gleich, als wir zu unserer Wanderung auf den Aussichtspunkt ¨Ella Rock¨ aufbrachen.
Später gings dann steiler bergauf durch den Wald. Selbstverständlich gibt es keine Markierungen, denn sonst wären die vielen selbsternannten Guides, welche die Touristen auf den Berg führen, ja arbeitslos. Besonders im touristischen Örtchen Ella ging uns der ¨Geschäftssinn¨ der Einheimischen ziemlich auf die Nerven: Von der alten Frau, welche schnell ein paar Teeblätter abrupfte, uns diese in die Hand gab, über inszenierten Teepflückerinnen, welche nur zur Show dastanden bis zum Besitzer unserer Unterkunft, welcher uns in eine Besenkammer anstatt das online gebuchte Zimmer führte und uns nur gegen eine Erhöhung des Zimmerpreises umquartieren wollte – alle wollten sie nur etwas, nämlich Geld. Wahrscheinlich sind ihre Erfolgschancen gar nicht schlecht, gibt es doch so viele Touristen, die für alles einfach schnell das Portemonnaie öffnen.
Wir haben den Weg aber auch so gefunden und wurden zuoberst mit einer tollen Aussicht belohnt.
Und auf dem Rückweg gab es dann zur Stärkung ein frisch zubereitetes Reis & Curry mit frischem Fruchtsaft.
Haputale, unsere erste Station in der Teeregion, ist nicht touristisch und so waren wir jeweils die Einzigen, welche in den Plantagen spazieren gingen. Sehr zu Freude der extrem freundlichen Einheimischen, welche gerne ihre Arbeit für einen kurzen Schwatz oder ein Foto unterbrachen.
Wir wanderten auch auf den Spuren von Herr Lipton, welcher hier zur Kolonialzeit eigene Plantagen und eine eigene Fabrik aufgebaut und den Tee dann in England als ¨Lipton Tee¨ verkauft hatte. Zusammen mit den Arbeitern und Teepflückerinnen wanderten wir am frühen Morgen die mit Tee bepflanzten grünen Hügel hinauf. Vom ¨Lipton Sitz¨, dem Aussichtspunkt ganz zuoberst auf den Hügeln konnten wir auf der einen Seite auf die Plantagen herunterschauen, auf der anderen Seite des Hügels erstreckte sich nach den Ausläufern der Hügel das flache Land bis zum Meer im Süden der Insel. Unseren Durst konnten wir mit einem frisch gekochten Tee von der Plantage stillen. Auf dem Rückweg tönte es immer wieder ¨Hello! Hello!¨ bevor jeweils das dunkle Gesicht eines Arbeiters oder einer Teepflückerin mit einem breiten Grinsen hinter dem Grün der Teepflanzen auftauchte.
Ein Besuch der Teefabrik war nach der Wanderung natürlich ein Muss. Der intensive Duft von getrocknetem Tee hüllte uns sogleich ein als wir die Fabrik betraten. Unser Guide führte uns durch die altmodische Fabrik und erklärte uns den Ablauf von der Lieferung der frischen Teeblätter bis zum fertig verarbeiteten und verpackten Tee genau. Hinter einem Pult sass ein Mann mit einem Füllfederhalter und notierte alle abgefüllten Säcke in einem dicken Buch – hier scheint sich seit den Zeiten von Herr Lipton wenig geändert zu haben… Leider können wir euch von diesem Ausflug keine Fotos zeigen, da uns am nächsten Tag bei der Fahrt nach Ella der Fotoapparat im Zug gestohlen wurde. Mit Müh und Not konnte Christian im grössten Örtchen der Region (wir sind hier halt in den Hügeln, da hat es praktisch nur Dörfer) eine neue Kamera auftreiben.
Auf dem Sonntagsmarkt in Bandaralawela, einem geschäftigen Städtchen, waren wir wieder einmal als einzige Touristen unter Einheimischen und konnten das authentische Markttreiben beobachten. Berge von Früchten und Gemüse, die temperamentvollen Verkäufer, der Duft von verschiedenen Gewürzen in der Luft… Es ist immer wieder ein Erlebnis einen Markt zu besuchen, sei es in Guatemala, Thailand oder Sri Lanka.
Mmh, so viele feine, tropische Früchte! Einmal mehr ein Paradies für Karin. Würde man alle von ihr auf dieser Weltreise vertilgten Früchte in eine Reihe legen, so ergäbe es mindestens die Strecke bis zum Mond
Jackfruit ist die grösste Frucht der Welt und wird in Sri Lanka auch häufig gekocht in Curries verwendet.
Reis und Curry ist übrigens die Spezialität von Sri Lanka. Tönt langweilig? Ist es aber gar nicht! Bestellt man beispielsweise ein Hühnchen-Curry, so werden einem neben der Schüssel mit dem eigentlichen Curry noch mindestens 4 weitere Schalen aufgetischt. Nicht nur das Curry sondern auch die Beilagen in den übrigen Schälchen sind jedes Mal anders – was aufgetischt wird, hängt vom Koch und der Saison ab, doch es ist immer etwas mit Kokosnuss dabei. Davon gibt es hier reichlich und man kann nicht nur den erfrischenden Saft, sondern auch die Kokosnussmilch in Curries oder die geraspelte Kokosnuss in Sambals geniessen. Gerade im hügligen Landesinnern konnten wir von unseren Gastgeberinnen jeweils sensationelle, selbst gemachte Curries kosten. Etwas haben übrigens alle Curries inkl. Beilagen gemeinsam: Sie sind sehr scharf! Kein Wunder, gilt der in der Sri Lankischen Küche verwendete Chili doch als der schärfste der Welt. Wir haben uns allerdings sehr gut daran gewöhnt und fragen uns mittlerweilen, ob uns die Schweizer Küche nach der Rückkehr nicht etwas fade vorkommen wird
?
Eine andere Spezialität in Sri Lanka ist Roti. Dieses Fladenbrot wird auf einem heissen Stein gebacken und wahlweise mit Kokosnuss gemischt oder mit Fisch, Gemüse bzw. Ei gefüllt. Beim Kottu Roti ist nur schon die Zubereitungsart interessant anzuschauen. Hier wird geschnittenes Roti mit Gemüse, vielen Gewürzen und einem Ei auf einer heissen Platte gebraten und dann zerhackt und gemischt.
Wetter wie in England! Kein Wunder also haben sich die Engländer hier zur Kolonialzeit so wohl gefühlt. Jeden Tag regnete es, wenn wir Glück hatten nur einige Stunden oder sonst gleich den ganzen Nachmittag.
Auch für Wanderungen mussten wir jeweils früh aufstehen, denn am späteren Vormittag zog meist der Nebel über die Hügel. Das ergab zwar auch eine schöne Stimmung, doch für den Ausblick von Aussichtspunkten war das Wetter nicht so geeignet…
Das Pflücken des Tees ist nach wie vor Handarbeit, doch anschliessend werden die Blätter meist in Fabriken mit Maschinen weiterverarbeitet.
Nicht so jedoch auf der AMBA Farm, denn hier wird nach alter Tradition alles von Hand verarbeitet. In diesem stattlichen Haus aus der Kolonialzeit verbrachten wir ein paar herrliche Nächte und lernten von den enthusiastischen Geschäftsführern wahnsinnig viel über Tee!
Heute ist die AMBA Farm sehr erfolgreich: Der edle, von Hand verarbeitete Tee wird ans Englische Königshaus verkauft, sie bauen ihren eigenen Zimt sowie Vanille an, die hausgemachten Konfituren aus den eigenen Früchten sind der Renner in den Verkaufsläden der chicen Shops in Colombo, beim selbst angebauten Kaffee kommen sie mit der Produktion nicht nach. Hinter der Farm steht das ganze Dorf, schliesslich haben die englischen Visionäre der AMBA Farm nicht nur die alte Tradition des von Hand gerollten Tees, sondern auch viele Arbeitsplätze ins Dorf zurückgebracht. Doch um diesen Erfolg zu erreichen, brauchte es finanzkräftige Visionäre, welche die verwilderten Plantagen mit den verlassenen Häusern kaufte. Es brauchte zielstrebige und ausdauernde Geschäftsführer, welche in mühsamer Geduldsarbeit die längst vergessenen Traditionen rekonstruierten, so die eigene Produktelinie aufbauten und diese vermarkteten. Es war wahnsinnig interessant und beeindruckend so viel über dieses Projekt und die Teeverarbeitung direkt von den englischen Geschäftsführern und Investoren, welche zufälligerweise an diesem Wochenende alle im Haus waren, zu erfahren.
Und um uns seinen versteckten Lieblingsplatz in der Gegend zu zeigen, hatte der Besitzer gleich auch noch etwas Zeit.
In Sri Lankas Teeregion sind auch wir zu Teetrinkern geworden und haben erfahren, wie interessant doch Tee sein kann!









































