Nova Scotia

Wir waren uns nicht sicher, wie weit wir mit unserem Mietauto noch Richtung Atlantik fahren werden. Im Hinterkopf war da immer die Küstenprovinz Nova Scotia ganz im Osten Kanadas. Schliesslich haben wir uns entschlossen, die paar tausend Kilometer auch noch zurückzulegen und somit wurde Karins Traum wahr, hatte sie doch schon lange nach Nova Scotia reisen wollen.

DSC05651Nova Scotia ist fast vollständig vom Atlantik umgeben und dadurch ergeben sich unzählige schöne Ausblicke auf die Küstenlandschaften.   DSC05748         DSC05670 Im äussersten Zipfel von Nova Scotia liegt Cape Breton. Diese Insel ist nur durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Und es lohnt sich einige Tage an diesem abgelegenen Ort zu verbringen. Man hat uns versprochen, dass die Panoramafahrt entlang der Küste etwas vom Besten sei, was Kanada zu bieten hätte. Speziell im Herbst, wenn die Ahornbäume ein orange-rotes Farbenkleid tragen, verwandelt sich die Landschaft in ein Kunstwerk besonderer Art.   DSC05735   DSC05790           DSC05779     DSC05814

Beim wandern auf Cape Breton haben wir auch unsere ersten Elche gesehen.

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Schon seit Anfang Oktober geht hier die Tourismussaison langsam dem Ende zu und spätestens nach Thanksgiving ist die Saison für die meisten Campingplätze vorbei, so dass es immer schwieriger wird einen Ort zum zelten zu finden. Dafür haben auch viele Bed and Breakfasts in der Nebensaison ihre Preise reduziert, so dass wir mit Unterstützung der Tourismusbüros zu fantastischen Bed and Breakfasts zu super Preisen gekommen sind. Auch wenn es bei Sonnenschein während des Tages durchaus warm werden kann, so sind die Nächte jeweils frostig kalt. Seit wir in Mc Bride losgefahren sind, haben wir (mit Ausnahme eines Paares aus Alaska) niemanden mehr mit einem Zelt getroffen. Die Campingplatzbesitzer sind meist voller Mitleid für uns, schauen am Morgen vorbei wie es uns geht und bieten uns je nachdem sogar einen warmen Kaffee an, damit wir wieder auftauen…

Und so sind wir durch die Hilfe der engagierten Dame in einem Tourismusbüro in einem kleinen Dorf auf Cape Breton in Grandmas Bed and Breakfast gelandet, wo wir herzlich empfangen und sogleich zum Tee eingeladen wurden.

DSC05834  Die Einrichtung des Hauses war süss,  jedoch nicht unser Geschmack. Doch die Gastgeber waren die Herzlichkeit und Gastfreundschaft in Person. Als wir beim Begrüssungstee aufs Thema Dessert zu sprechen kamen, begannen Karins Augen zu leuchten. Und tatsächlich stand die Besitzerin am Abend mit einem extra für uns zubereiteten Dessert vor unserer Zimmertüre. Mmmmh….DSC05832 Die Frühstücksspezialität in Grandmas B&B sind Blueberry Pancakes mit Maple Sirup. Für Karin war es das beste Frühstück, dass wir in Kanada hatten :-) Die Kanadier lieben ein deftiges Frühstück und so haben wir in einem anderen B&B Bratkartoffeln, Würstchen und Rührei gefrühstückt (und erst ca. 10 Stunden später wieder so etwas wie Hunger gefühlt…).

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Auf Cape Breton findet zurzeit ein internationales, keltisches Musikfestival statt. Nach unserem Thanksgiving Dinner, welches Christian traditionell mit Truthan, Preiselbeersauce und Kürbis genoss während Karin den frischen Fisch bevorzugte, haben wir vom Restaurantbesitzer vom grossen Konzert an demselben Abend im Gaelic College erfahren. Hierbei würden verschiedene Gruppen auftreten und zusammen bis in die frühen Morgenstunden spielen. Wir waren gespannt auf die Musik und das Ambiente und abgesehen davon war in dieser Nacht Frost angesagt und unser Drang ins Zelt zu kriechen entsprechend nicht allzu gross. Wir hatten uns auf ausgelassene Bands in Schottenröcken eingestellt, dem war dann allerdings nicht so, doch uns hat es trotzdem super gefallen und wir sind erst frühmorgens sehr müde ins Zelt gekrochen. Tja, die Tipps der Einheimischen sind halt immer die besten…

 

DSC05858 Peggys Cove ist ein kleines, ziemlich touristisches, jedoch charmantes Fischerdörfchen in der Nähe von Halifax.DSC05843     DSC05851

Im Süden von Nova Scotia haben sich viele deutsche Einwanderer niedergelassen und so haben die Orte hier Namen wie ¨West Berlin¨ oder ¨New Germany¨. Das historische Städtchen Lunenburg verfügt über viel Charme und viele bunte Häuser. Im Sommer ist der Ort eine Touristenhochburg, doch jetzt sind die meisten Läden und Restaurants geschlossen. Die Einheimischen sind jedoch umso hilfsbereiter und freundlicher, so dass wir bei Sturm und Regen doch noch ein gemütliches Cafe und ein B&B gefunden haben.

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Nova Scotia ist ein Traum im Herbst und das praktisch ohne andere Touristen. Und so fahren wir weiter durch das Flammenmeer in gelb, orange und rot, geniessen die Ausblicke auf den tiefblauen Atlantik während uns die Herbstsonne wärmt, wandern durch die farbigen Wälder, plaudern mit den hilfsbereiten Einheimischen…..

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