Was für ein Wechsel! Von der Weite der neuseeländischen Südinsel, wo es mehr Schafe als Menschen gibt, in die quirlige Metropole Bangkok! Hier leben in einer einzigen Stadt fast doppelt so viele Menschen wie in ganz Neuseeland. Wir haben ein paar Tage gebraucht bis wir in dieser neuen Welt angekommen sind. Doch einmal eingetaucht, wurde unsere Neugierde geweckt. Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken und vieles ist so ganz anders als wir es uns gewohnt sind oder auf Reisen in andere Länder schon erlebt haben….
Sprache und Verständigung
Wie Kinder, die noch nicht lesen können, fühlen wir uns wenn wir die uns fremden thailändischen Schriftzeichen sehen. Die Destination eines Busses oder ein Gericht auf der Speisekarte im Restaurant werden somit zum grossen Fragezeichen. Doch die Thais haben wir bis jetzt als hilfsbereite Menschen erlebt und so können wir uns, wenn auch mit Händen und Füssen, meist durchfragen. Thailand wird ja auch das Land des Lächelns genannt und die Freundlichkeit der Menschen hier ist wirklich ansteckend.
Christian, nicht als Sprachgenie bekannt, packt in Ländern wo die Aussprache einfachster Sätze unmöglich scheint, jeweils der Ehrgeiz. So übt er täglich online einige Thai-Sätze und scheut sich nicht diese auch anzuwenden. Das kommt bei den Einheimischen gut an und sie haben Freude an der lustigen Aussprache eines Westlers. Nicht immer verstehen wir ihr ganz anders betontes Englisch und umgekehrt. Doch die freundlichen Thais lächeln meist nur, nicken und sagen ¨yes, yes¨, unabhängig davon, ob sie uns verstanden haben oder nicht. So wollte Karin für die bevorstehenden Busfahrten Tabletten gegen Reiseübelkeit in einer Apotheke kaufen. Die Verkäuferin nickte eifrig und tauchte ein paar Minuten freundlich lächelnd mit einem Schwangerschaftstest in der Hand wieder auf. Sie hatte wohl etwas von Übelkeit verstanden und ihre eigenen Schlüsse gezogen
Essen, bis es brennt im Hals
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Und da gibt es so viel Gutes in Thailands Restaurants, Strassenküchen oder auf den Märkten! Feines Essen ist hier in Thailand nie mehr als ein paar Schritte entfernt.
Die Schärfe des Essens hat allerdings nichts mit den bekannten Gerichten in einem thailändischen Restaurant in der Schweiz zu tun. Und so mussten wir uns zu Beginn manchmal zusammenreissen, um nicht laut schreiend auf die Strasse zu laufen wenn mal wieder der Magen brannte.
Doch inzwischen haben wir uns daran gewöhnt und finden manchmal ein Curry fast schon etwas fad
Wir schlemmen uns durch die verschiedenen Gerichte, denn auf jedem Markt gibt es wieder neues zu probieren und zu entdecken. Praktischerweise ist hier in Thailand alles in Mini-Portionen und so kann man sich zig Häppchen zusammenkaufen damit man satt wird. Während in Kanadas Supermärkten alles in Jumbo-Grösse angeboten wird, gibt es hier alles in Miniaturausführung, von der Mini-Soyamilch bis zum Mini-Spiess.
Da gibt es für uns neue Suppen, fremde Früchte, frittierte Insekten oder habt ihr schon einmal grüne Omeletten mit haariger Füllung probiert?
Auf einem Markt mit lauter Süssspeisen wollten wir die frischen Omeletten, welche so köstlich dufteten, probieren. Doch weshalb wollte uns die Marktstandbesitzerin dazu noch eine Plastiktüte mit ¨Haaren¨ andrehen? Wir lehnten dankend ab, was die Verkäuferin nicht verstehen konnte. Immer mehr Marktfrauen kamen von den Nebenständen herbei und machten uns mit Zeichen klar, dass die Haare unbedingt in die Omeletten gehören. Nun denn, so zogen wir mit Omeletten und Haaren davon und siehe da, die ¨Haare¨ schmeckten wie Zuckerwatte und eigneten sich sehr gut als Omeletten-Füllung.
Unterwegs in Thailand
In der 8 Mio. Stadt Bangkok waren wir froh, dass wir nicht mehr mit einem Mietauto unterwegs waren. Man hat die Wahl zwischen Taxis, Sammelbussen und den Tuck-Tucks, mit welchen wir alle schon so unsere Erfahrungen gemacht haben. Doch in Bangkoks verstopften Strassen gehts mit Abstand am schnellsten mit dem Skyrain. 
Es gibt sie in allen Farben und in verschiedenem Desing, die dreirädrigen Tuck-Tucks.
Interessant ist das Verkehrssystem der Thais! Grundsätzlich fahren sie auf der linken Seite und bei einem Rotlicht halten sie meist an, doch ansonsten scheint es keine Verkehrsregeln zu geben, welche man befolgen sollte. Wer jetzt aber glaubt, in Thailand herrsche deswegen ein Chaos auf den Strassen oder ein ohrenbetäubendes Hupkonzert, der hat weit gefehlt. Ein plötzlich aus einer Seitenstrasse herausrasendes Moped, ein sich vordrängelnder Lastwagen, Fussgänger mitten auf der Strasse – für die aufmerksamen Thais ist dies alles kein Problem. Wir waren sehr überrascht, dass hier, ganz im Gegensatz zu Nepal oder Südamerika, nie gehupt wird. Es scheint, die Thais haben mehr Geduld und warten ruhig bis es weiter geht. Dafür wird auch hier gleich Vollgas gegeben wenn der Weg frei ist und man schaut dem Fahrer besser nicht auf seine Fahrkünste.
Auch die Eisenbahn haben wir ausprobiert und die 11 Stunden von Ayutthaya nach Chiang Mai verging wie im Fluge. Unterwegs wurden wir sogar noch verpflegt. Natürlich war die Klimaanlage derart tief eingestellt, dass wir trotz 36 Grad Aussentemperatur mit Faserpelz und Kappe in unserem Zweierabteil sassen.
Als wir in Ayutthaya auf zwei Rädern unterwegs waren, traf Karin das erste mal auf ihr Lieblingstier. Doch wir wollten den Dickhäutern später argerechter näher kommen.
Einkaufen was das Herz begehrt
Nebst Essen scheint das zweite ¨Hobby¨ der Thais (mindestens in Bangkok) das Einkaufen zu sein. Vollgestopfte Shoppinzentren, Märkte, Strassenstände – einkaufen kann man immer und überall. Ein Paradies? Naja, die gigantische Auswahl und die vollgestopften Stände in Bangkok versetzten uns nicht gerade in Shopping-Laune, sondern waren sogar für Karin etwas zu viel des Guten.
Doch waren die Elefanten erst einmal entdeckt, wurden auch die Marktbesuche länger….
Im Shopping-Paradies
Der Sunday Night Market in Chiang Mai ist unser absoluter Lieblingsmarkt! Jeden Sonntag Abend bieten auf den für den Verkehr gesperrten Strassen unzählige Händler ihre Waren zum Verkauf an. Nebst Kleidern, Schmuck, Holztieren gibt es hier unglaublich viele kreative Produkte zu kaufen. Dazwischen deckt man sich bei einem der Essensstände mit frisch zubereiteten Speisen ein. Sozusagen ein gigantisches ¨Churer Fest¨ bei warmen Temperaturen
Die in den Markt integrierten, beleuchteten Tempel, gaben dem Ganzen den passenden Rahmen für einen perfekten Abend.
Tempel und noch mehr Tempel
Doch wir haben nicht nur eingekauft und geschlemmt in Thailand, sondern auch einige der schönen Tempelanlagen besucht.
Und da gibt es in jeder Ortschaft mindestens eine Hand voll. Denn 95 % der Thais sind Buddisten. Ihr Ziel ist es, im nächsten Leben als eine höhere Kreatur geboren zu werden. Sie sehen die Wiedergeburt als Belohnung oder Bestrafung des aktuellen Lebens. Im Sinne – tue Gutes und du steigst höher in der Hierarchie der Wiedergeburt. Verhalte dich schlecht und du wirst vielleicht als Insekt wiedergeboren. So investieren sie viel in ihre Tempelanlagen und beschenken die vielen Buddastatuen mit Blumen und Köstlichkeiten. Und vielleicht ist dies auch der Grund warum Thailand (bzw. Teile Asiens) im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern ziemlich sicher ist.
In Bangkok konnten wir den prunkvollsten und heiligsten Tempel, den Wat Phra Kaew bewundern, sowie den 46m langen Budda im Wat Pho.

Mit dem Fahrrad unterwegs, um die Ruinen der ehemaligen Königsstadt Ayutthaya zu erkunden:
Auf einer Bootsfahrt mit einem einheimischen Fischer bewundern wir am späten Nachmittag die Tempel von Ayutthaya vom Boot aus.
Und nahe Chiang Rais besichtigten wir den ungewöhnlichen, wie aus Porzellan gefertigten, Wat Rong Khun.
Was werden wir wohl noch alles in dieser Kultur sehen? Wir sind gespannt….







































Hoi ihr zwei,
es macht gluschtig, wenn ich die Bilder und euere Kommentare lese. Weiterhin a tolli Ziit und alles Guati, Denise