Entspannte Seenregion beim Mount Fuji und spannendes Tokyo

Wir fühlten uns wie wenn ein Nilpferd in der Nacht über uns gelaufen wäre und todmüde, als wir am Morgen im Ort Fujisan aus dem Nachtbus ausstiegen. Dass der Steward seit 5 Uhr morgens bei jedem Halteort ein Lied gefolgt von einem ellenlangen Vortrag auf japanisch abgespielt hatte, hatte unsere Schlafqualität nicht verbessert… Der Himmel war wolkenverhangen und den Mount Fuji konnten wir nur erahnen. Doch all dies war schnell vergessen, als wir erst unsere Unterkunft am Yamanakako See erreicht hatten.

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Der junge, hilfsbereite uns sehr freundliche japanische Besitzer der Unterkunft ¨Hotoronite¨ führt das Haus bereits in der dritten Generation. Vom Putzen übers Instandhalten der Fahrräder bis zum Kümmern ums Wohl der Gäste macht er alles selber – und dies erst noch alles exzellent! Wir freuten uns sehr, die nächsten Tage nochmals in einer typisch japanischen Unterkunft zu verbringen. Dies bedeutet mit Tatami- (Reis-) Matten belegte Boden, schlafen auf einem Futon, Matcha-Tee (pudrigen Grüntee) aus edlen Porzellan-Krüglein trinken und natürlich ein typisch japanisches Bad. Von 16 – 22 Uhr war das Becken jeweils mit Wasser gefüllt und man konnte sich hier herrlich entspannen – natürlich erst nachdem man sich ausgiebig, auf den kleinen Holzhockern sitzend, gewaschen hatte. Dies fungiert übrigens als einziges Badezimmer, sprich es gibt keine andere Dusche, welche man im Guesthouse benutzen könnte.

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Die Japaner sind grundsätzlich sehr korrekte Menschen, doch Flexibilität gehört nicht zu ihren Stärken. Ist beispielsweise die Check-in Zeit in einem Hotel auf 4 Uhr festgesetzt, so hat man keine Chance, sein Zimmer früher zu beziehen, selbst wenn es bereits seit 10 Uhr morgens bereit wäre. Nicht so unser Gastgeber im Hotoronite. Er spurtete sogleich los, um unser Zimmer herzurichten und gab uns dann gleich noch kostenlos ein Upgrade für ein schöneres Zimmer. Und so konnten wir bereits um 10 Uhr am Morgen unser grosses, schönes Zimmer beziehen.

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Dass es inzwischen zu regnen begonnen hatte und sich gemäss dem Besitzer ein Taifun angekündigt hatte, störte uns wenig. Müde sanken wir auf unsere Futons am Boden und holten erst einmal etwas Schlaf nach…

Vom Taifun merkten wir nur wenig, und wie so oft folgte nach dem Sturm Sonnenschein und wir konnten das wunderschöne Herbstwetter geniessen.

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Und so unternahmen wir gemütliche, doch ausgiebige Fahrradtouren rund um die Seen am Fusse des Vulkans Mount Fuji.

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Zwischendurch gab es auch mal eine Pause, wie hier im Hängematten-Cafe:

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Ja, auch in Japan ist es Herbst geworden. Die Sonne schien nach wie vor warm, doch war sie erst untergegangen, fröstelten wir – das erste Mal seit wir in Japan sind. Als wir an den verfärbten Bäumen vorbeifuhren, mussten wir an unseren letzten Herbst in Kanada, aber auch an die vielen schönen September in der Schweiz denken. In diesen Momenten wird uns erst richtig bewusst, wie lange wir schon unterwegs sind. Wir geniessen das Reisen und somit auch das Entdecken von Neuem nach wie vor in vollen Zügen, doch zwischendurch befällt uns schon das Heimweh und wir würden uns gerne mal nach Hause zu unseren Liebsten beamen.

Nach gemütlichen und entspannten Tage am Fusse des Mount Fuji,

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landeten wir nach einer Busfahrt in einer völlig anderen Welt.

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Tokyo!! Weniger entspannend, dafür umso spannender ist es in dieser Grossstadt. In und rund um die mega Metropole leben 35 Millionen Einwohner, Weltrekord.

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Wir hatten uns für die ersten Tage ein kleines Studio, nur 5 Gehminuten von der bekannten Shibuya-Kreuzung gemietet. Da stürzten wir uns selbstverständlich sogleich ins Gewühl.

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Die Kreuzung, welche gleich vor der Zug-, Metro- und Busstation Shibuya gelegen ist und oft mit dem Times Square in New York verglichen wird, belebt zu nennen, wäre masslos untertrieben. Schaltet die Fussgänger-Ampel auf grün, bewegt sich eine Menschenlawine kreuz und quer über die Strasse. Geschäftsmänner im Anzug eilen von der Arbeit zum Bahnhof, Touristen bleiben mitten auf der Kreuzung stehen und schiessen ein Erinnerungsfoto, Teenager schlendern in Gruppen mit unzähligen Plastiktaschen mit der heutigen Shoppingausbeute vorbei, zu ihrem Manga-Idol (Manga ist eine Art japanische Version des Comics) aufgebretzelte Frauen stelzen über die Kreuzung, eine Familie schiebt ihren Kinderwagen durchs Gewühl, mittendrin steht ein Auto, welches es nicht mehr rechtzeitig vor der Menschenlawine auf die andere Seite geschafft hatte…..währenddessen dröhnt laute Musik von den Hochhäusern und auf den riesigen Bildschirmen laufen japanische Werbespots. So viele Eindrücke!

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Willst du auch über eine der meist überquerten Kreuzungen der Welt spazieren? Klicke auf das Video:

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Alt und neu, historisch und futuristisch – das ist für die Bewohner Tokyos kein Widerspruch. Wir folgten dem Rat unseres Reiseführers, in welchem als Tipp für Tokyo geschrieben stand: ¨Tue, was die Einheimischen machen, um die Stadt zu erleben.¨ Was tun denn die Einheimischen (nebst arbeiten natürlich)? Korrekte Antwort: Shoppen, shoppen, shoppen, zusätzlich noch Karaoke singen, Manga Comics lesen und Sushi essen. Also fingen wir beim ersten Punkt an. Christian verliess schon bald die Motivation und so zwängte sich Karin alleine durch die unzähligen Einkaufsstrassen und Läden im hippen Shopping-Quartier ¨Harajuku¨. Es gibt definitiv nichts was es nicht zu kaufen gäbe in Tokyo! Doch auch wenn man nichts kauft, ist ¨lädela¨ hier ein Erlebnis. Als Manga-Figuren gekleidete Frauen (natürlich mit den dazupassenden blauen Haaren ihres Idols) suchen nach neuen Kleider, damit sie so aussehen wie ihre Helden aus den neusten Mangas. Siebenjährige Mädchen stelzen mit ihren  hohen Schuhen und bereits zahlreichen Plastiktüten in der Hand von Geschäft zu Geschäft, gefolgt von der Mama, welche bereits die Kreditkarte bereithält. In Sachen Kleidung gilt hier die Devise: je ausgefallener desto besser. Und auch sonst fragt man sich beim Angebot vieler Läden, wer um alles in der Welt so etwas ¨brauchen¨ könnte. Gestärkt wird die Shopping-Masse im Harajuku Quartier mit süssen Crepes, gefüllt mit Sahne, Eiscreme und Früchten.

Für den Essensteil war dann auch Christian wieder zu begeistern. Zumal es hier die Lieblingssushis sogar per Knopfdruck direkt an den Tisch gibt.

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Auf dem Bildschirm wählt man die gewünschten Sushis, gibt die Menge ein und drückt auf den Bestellknopf. Kurze Zeit später kommt der Teller mit den bestellten Sushi dann direkt an den Platz gebraust. Super einfach, Missverständnisse ausgeschlossen und natürlich fürs Personal sehr zeitsparend. Die Sushis waren sensationell und da ein Teller nur umgerechnet CHF 1 kostete, drückten wir oftmals auf den Bestellknopf :-)

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Doch nicht nur Fisch schlemmten wir nochmals ausgiebig, Auch die kreativen Bäckereien Tokyos sind nicht zu verachten.

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Frisch gestärkt waren wir bereit, um uns ins Nachtleben Tokyos zu stürzen! Eigentlich wollten wir ja auch Karaoke singen (gemäss unserer ¨Tue, was die Einheimischen machen¨-Liste), doch irgendwie konnten wir weder mit den Zeichen auf dem Display noch mit den (anscheinend bekannten) japanischen Liedern etwas anfangen ;-)

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Nach ein paar Tagen wechselten wir die Unterkunft und zügelten für die verbleibenden drei Nächte zu Mete, welcher im 34. Stock ein Appartment nahe des bekannten Fischmarktes gelegen, besitzt. Die Aussicht von unserem Zimmer und dem Balkon war dann auch atemberaubend:

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DSC03835 Gemäss unserer ¨Tue was die Einheimischen machen¨-Liste sollten wir noch Mangas lesen. Da es diese nur auf japanisch gibt, war dieser Punkt für uns nicht ganz einfach. Doch wir entschieden uns, einfach mal ins Akihabara Quartier zu fahren – dem Zuhause von Manga und Animefilmen. Naja, vielleicht hätten wir nicht gerade zur Hauptverkehrszeit in die Metro steigen sollen….

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Auf den Strassen des Akihabara Quartiers kamen uns schon bald Mangas in Menschenform entgegen und an den Hochhäusern waren riesige Reklametafeln mit Mangas und den neusten Anime-filmen. Ja, wir waren hier definitv richtig.

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DSC02639Und Christian fand hier schon bald einen neuen Freund…

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Dank dem effizienten Metrosystems, fuhren wir nochmals quer durch die Stadt zu unserem Lieblings-Sushi-Restaurant, bevor wir den Blick über Tokyo vom Balkon unserer Unterkunft aus genossen.

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Der Fischmarkt von Tokyo ist der Grösste der Welt. Dies überrascht kaum, wohnen doch hier erstens so viele Menschen, die zweitens so viel Fisch essen. Und drittens, ist die Stadt ja am Meer (also mit direktem Fischzugang) gelegen.

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Doch wer die Fische und Meerestiere in allen Grössen sehen und den gewerblichen Handel hautnah miterleben will, muss früh aufstehen. Bereits um 5 Uhr wird hier gehandelt, kein Wunder, muss die Ware doch noch frisch in die Supermärkte und Küchen der Restaurants geliefert werden. Und bei den Japanern gibt es meist schon zum Frühstück Fisch.

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Der Tukiji Fischmarkt ist auf einem riesigen Areal gelegen und ist Umschlagsplatz, wo pro Tag über ca. 2300 Tonnen (!) Fische, Muscheln und Meerestiere gehandelt wird. Kein Wunder sind Touristen nicht gerne gesehen, denn hier wird gearbeitet und man muss auf der Hut sein, um nicht von einem Liferwagen oder Gabelstabler über den Haufen gefahren zu werden. Doch der Besuch lohnt sich allemall. Nirgens findet man so viel Angebot frisch aus dem Meer.

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Der grösste Fisch, der verkauft wird, ist der Blaue Tuna. Japan weigert sich ein Fischverbot für diese selten gewordene Art auszusprechen. Weil er so begehrt ist, werden bei der täglichen Auktion tausende von Franken für einen Fisch bezahlt. Der teuerste Fisch ging für unglaubliche 1,7 Millionen Dollar über den Ladentisch.

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Trotz des riesigen Angebots stand uns der Sinn irgendwie nicht mehr nach Fisch und so entschieden wir uns für ein frisch gebackenes Brötchen, anstatt ein morgendliches Sushi-Plättchen.

Ein paar Stunden später hob unser Flugzeug von Tokyo ab. Wir verliessen Japan mit zwei weinenden Augen, hatten uns doch das vielfältige Land, die Kultur und die stets höflichen, doch wahnsinnig freundlichen Menschen eine fantastische 2-monatige Reise durch Japan beschert. Japan – ein Land bei welchem wir uns ein Wiedersehen vorstellen können :-)

Wir beide sind der Meinung, dass Japan ein einzigartiges asiatisches Land ist. Wir hätten vorher nicht gedacht, dass uns die Kultur und die Menschen so in den Bann ziehen werden und wir sind ein ums andere mal von diesem Inselstatt positiv überrascht worden. Obwohl Japan ein Industrieland ist und oberflächlich sehr ¨westlich¨ wirkt, bemerkt man beim genaueren Hinschauen, dass einiges ganz anders ist.

¨Was was i was des is, des woas koaner. Aber sicher wieder was vo de Japaner¨.

Auch im Alltag sind uns kleine Sachen aufgefallen, über die wir uns gewundert und manchmal auch darüber geschunzelt haben. Hier ein paar Schmankerl aus unserer Japanreise oder um es in den Worten der Zillertaler Schürzenjäger zu sagen ¨Was was i was des is, des woas kaner. Aber sicher wieder was vo de Japaner¨ ;-) :

  • Habt ihr gewusst, dass man in ganz Japan nie Abfalleimer im Zug oder in Städten findet? Am Anfang sind wir Schweizer verzweifelt durch die halbe Stadt gelaufen auf der Suche nach Entsorgungsmöglichkeiten. Später machten wir es wie die Japaner – Abfall wird nach Hause genommen und dort entsorgt. Wer jetzt allerdings schmutzige Strassen und Züge in Japan vermutet, der liegt falsch. Die disziplinierten Japaner schauen schon beim Essen, dass ja kein Reiskorn auf den Boden fliegt und tragen die leere Verpackung notfalls Stunden mit sich herum bevor sie nach Hause gehen.
  • Kauft man in Japan etwas, hat jedes Kind Freude. Es ist wie an Weihnachten – so viele Male wird das Produkt verpackt. Die Umwelt hat hingegen weniger Freude daran. Ein Sack mit einem Kilo Äpfel? Haben wir in ganz Japan nicht gefunden. Stattdessen wird jeder Apfel einzeln (!) zuerst in Schaumstoff und dann in Plastik eingepackt. Kauft man dann dieses Schmuckstück, wo wird einem an der Kasse das Ganze noch in einen Plastiksack und diesen wiederum in eine Plastiktüte gepackt. Nicht ganz so schlimm ist es beim Gemüse, bei den Karotten haben wir immerhin XXL-Säcke mit drei Mini-Karotten gefunden…
  • Nie durstig durch die Strassen schlendern in Japan. An jeder Ecke, und das selbst an entlegenen Dörfchen, findet man mehrere Getränkeautomaten. Es muss einer der meist verbreiteten Jobs sein, all diese Automaten wieder aufzufüllen.

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Auch Frösche stehen auf die billigen Süssgetränke…

  • Die japanischen Frauen sind meist sehr hübsch, zierlich gebaut, feine Gesichtszüge, sehr gepflegt und natürlich modebewusst angezogen. Was aber auch auffällt, dass ganz viele mit mindesten zwei Nummern zu grossen Schuhen herumlaufen. Vielleicht finden sie einfach nicht die richtige Grösse für ihre zierlichen Füsse. Ob das zur Folge hat, dass daraus der ¨japanische Gang¨ entsteht? Nirgends auf der Welt haben wir so eine Menge an Leuten gesehen die X – ode O- Beine haben. (Da staunt ihr was wir nicht alles beobachten :-) ).
  • Korrektheit ist alles im Land der aufgehenden Sonne. Und das gilt ganz besonders im Berufsleben. Bei jedem Zugsignal, das der Lokführer passiert, zeigt er vorschriftsgemäss mit ausgestrecktem Zeigefinger (der natürlich in chicen weissen Handschuhen steckt) auf das Signal und dann auf das frei zu befahrende Gleis. Das wiederholt sich alle paar Sekunden. Sogar der Bergbahnangestellte, der die Gondel bediente, deutete mit seinem weissen Handschuhen auf die Fahrtrichtung, in welche die Gondel davon  zu schweben hatte.
  • Mehrmals täglich dröhnen aus einem der Lautsprecher flächendeckend Musik oder Durchsagen, die das arbeitende Volk über aufziehende Wolken warnt oder Durchhalteparolen bis zum Feierabend predigt (so genau haben wir es komischerweise nie verstanden…).
  • Kommt man in ein Geschäft wird man von allen Angestellten begrüsst, als wäre man der verlorene Sohn. Wenn man ein Produkt in die Hand nimmt, hört man einen neuen Redeschwall aller Verkäuferinnen. Dies ist vom Supermarkt bis zum Kleiderladen der Fall und so brummte Karin nach einem Nachmittag mit lädala ganz schön der Kopf. Wer hätte gedacht, dass die zierlichen, japanischen Verkäuferinnen so laut schreien können?
    Kauft man dann übrigens etwas, so wird man an der Kasse nicht nur freundlich mit Verneigung begrüsst, sondern bei jedem Produkt, das über den Scanner gezogen wird, wird noch etwas dazu gesagt. Und mit mind. 15 Verneigungen wird man dann nur schon nach einem Kaugummikauf verabschiedet.
    Als wir nach einem vorzüglichen Znacht mal ein Restaurant verliessen, brüllten uns vom Tellerwäscher über den Koch bis zum Kellner alle ihre Danksagungen hinterher. Wir fühlten uns geschmeichelt.
  • Auf dem WC mag es der Japaner dann hingegen eher ruhiger. Man soll nichts hören von seinem Geschäft und so dröhnen aus Lautsprechern neben der WC-Schüssel Wasserfall-Geräusche oder klassische Musik. Es sind wahre Computer diese Toiletten. So viele Knöpfe, da wagt man sich als Westler erst gar nicht daran. Drückt man auf den falschen Knopf, so heizt es zum Beispiel plötzlich unter dem Popo (nennt sich WC-Sitzheizung – wer in aller Welt so etwas benötigt, ist uns jedoch schleierhaft…) oder man wird von verschiedensten Düsen regelrecht abgespritzt (je nachdem welche Wassertemperatur man versehentlich eingestellt hat, nicht so angenehm…).
  • Es gibt auch Ärgernisse als Reisender. So kann man den praktischen JR-Pass zum Reisen mit den japanischen Zügen nicht in Japan selbst erwerben, sondern nur im Ausland (haben wir natürlich nicht gewusst). DSC02628Oft werden in Japan Visa und Mastercard nicht akzeptiert, doch es ist nicht ganz einfach Geldautomaten, an welchen man mit einer europäischen Karte Bargeld beziehen kann, zu finden. Nur die japanische Post hat da ein Herz für die Reisenden… Schliesslich ist auch das Mobiltelefon aus Europa nicht zu gebrauchen, da gibt es ein eigenes System (uns egal, wurde Karins Handy doch ohnehin in Indien gestohlen).
  • Steht man auf der Roltreppe links oder rechts? Eigentlich in jedem Land geregelt, hier variert es je nach Stadt. In Kyoto war es links und im 60km entfernten Osaka rechts – oder war es umgekehrt?
  • Wenn es um Schuhe geht, verstehen die Japaner keinen Spass. Nein, wir meinen damit nicht die Damenwelt, welche in Japan unisono mit hohen Schuhen herumstelzt. Kommt man ins Haus wird vor dem Betreten des Innenraums von den normalen Schuhen in Hausschuhe gewechselt. Geht man dann auf die Toilette wird von den Hausschuhen auf ¨Toilettenpantoffeln¨ gewechselt. Nie (wirklich niemals) vergessen, diese nach dem Verlassen der Toilette wieder gegen die Hausschuhe zu tauschen! Die stets höflichen Japaner würden einem zwar nur dezent aber bestimmt darauf hinweisen und weiterhin lächeln – doch mit der ehrlichen Freundlichkeit der Gastgeber wäre es dahin. Und man will seine höflichen Gastgeber ja nicht in Verlegenheit bringen. Selbst die Umkleidekabinen in Warenhäusern dürfen nicht mit den Strassenschuhen betreten werden…

Ja, so hat jedes Land seine Besonderheiten und es ist interessant, in jedem Land neue Eigenarten zu entdecken. Was die Japaner wohl über uns denken, wenn sie in die Schweiz kommen?

Mit unzähligen Erlebnissen und Eindrücken verlassen wir Japan, ein Land, das uns begeistert hat. Die nächsten paar Tage werden wir an einem Ort sein, wo halb Asien in einer Stadt vereint ist. Da kann man indisch essen, eine Moschee und gleich daneben einen Hindutempel besuchen oder inmitten von Chinesen über einen Markt spazieren. Willkommen in Singapur!

 

 

 

 

 

 

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